Neulich in der IT-Abteilung …
Das Krankenhausinformationssystem (KIS) bildet das Herzstück der Klinik-IT. Schon häufiger habe ich den Verantwortlichen beim Release-Wechsel über die Schulter geblickt und darüber auch prompt einen Text verfasst. Hier ein Beispiel. Den vollständigen Text schicke ich Ihnen gerne zu: pietsch@klinik-texte.de.
(…) Release-Wechsel sind der sichtbare Beweis dafür, dass sich ein KIS weiterentwickelt und "lebt". Ein solcher Prozess bleibt immer mit Aufwand verbunden und lässt sich bei einem umfassenden System heute noch nicht ohne eine gewisse Downtime vornehmen. Aber das ist gut investierte Zeit, denn ein aktualisiertes KIS besitzt neue Funktionalitäten, die die Arbeit im Klinikum vereinfachen, beschleunigen und verbessern. Und genau das ist ja der Sinn einer solchen "Veranstaltung" – ganz gleich, ob man dazu einen externen Dienstleister oder die eigenen Mitarbeiter einsetzt.
Immer wieder montags
(…) Die eigentliche Umstellung findet im besagten Klinikum grundsätzlich an einem Montag in den späten Abendstunden statt. Wenn man von diesem Termin fünf Tage rückwärts rechnet, befindet man sich am Beginn der heißen Phase, sprich beim Offline-Qualitätscheck in der Testumgebung.
"Diesen Test vorab leisten wir uns, um sicher zu sein, dass wir beim eigentlichen Release-Wechsel am Montag nicht auf unvorhergesehene Probleme stoßen", sagt der IT-Leiter. Das QS-Testsystem übernimmt den kompletten Echtdatenbestand aus dem Produktivsystem – immerhin etwa 170 Gigabyte. Wenn der Test am Mittwoch und Donnerstag erfolgreich verlaufen ist, gibt die IT-Abteilung klinikweit die Information heraus, dass am folgenden Montagabend der Release-Wechsel stattfindet und das Produktivsystem dann vorübergehend still steht. Diese Meldung enthält bereits alle wichtigen Informationen für die einzelnen Fachabteilungen, damit sie sich auf die releasebedingten Änderungen einstellen können – das gilt beispielsweise für Systemverbesserungen, neue Funktionalitäten oder für eine veränderte Oberfläche. Der Freitag ist dann den Aktivitäten vorbehalten, die beim laufenden Betrieb erledigt werden können, zum Beispiel das Zusammenstellen sämtlicher Installationsparameter, das Entpacken und Kopieren der Skripte oder die Übersetzung der Programme in Unix inklusive Datenbank-Check. (…)
